Studium Generale - Night - 3. Trimester

Block I: Natur, Wandel, Wissen
Referntin: Beate Rutkowski
04.04/11.04./02.05

Biodiversität – Vielfalt des Lebens
Immer wieder wird in den Medien über "Biodiversität"  und im Zusammenhang damit über "dramatische Verluste" gesprochen. Aber was ist Biodiversität genau und warum ist sie auch für uns Menschen so wichtig?
Diesen Fragen wird im Vortrag mit vielen Bildern und Beispielen nachgegangen, die die Vielfalt der Natur in Bayern und die ökologischen Zusammenhänge zeigen, unterschiedliche Lebensräume in unserer Region für Tiere und Pflanzen dargestellen und auch die Gefährdung durch Landnutzung, Flächenverbrauch und unser Konsumverhalten aufzeigen.
Aber auch die weltweite Entwicklung und die wichtigen "hot-spots" der Biodiversität werden vorgestellt. Diese Einführung soll helfen, die Funktionsweise unserer Ökosysteme besser zu verstehen, aber auch eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.

Insektensterben und die Auswirkungen
Ein aktuelles Beispiel für die Veränderungen der Biodiversität ist das viel diskutierte Insektensterben. Bienen, Wildbienen und viele andere Insektenarten sind aus vielfältigen Gründen gefährdet. Das hat Auswirkungen auf die gesamte Biodiversität, auf den Naturhaushalt und unsere Nahrungssicherheit.
Der Vortrag gibt einen spannenden Einblick in die Vielfalt der  Insektenwelt und die wichtigen Aufgaben, die sie im Naturhaushalt erfüllt. Die Günde für den von vielen Wissenschaftlern beobachteten dramatischen Rückgang werden erläutert und die Auswirkungen auf die gesamte Natur dargestellt. Aber wie kann man diese Entwicklung stoppen?  An vielen Beispielen werden mögliche Maßnahmen durch Politik, Kommunen, Behörden, die Landwirtschaft und auch durch jeden Einzelnen vorgestellt.

Klimawandel in den Alpen
Der inzwischen unbestrittene rasch voranschreitende Klimawandel ist für die Alpen eine besondere Bedrohung.
Es wird hier nicht nur ein wesentlich höherer Anstieg der mittleren Jahrestemperatur als im übrigen Bayern erwartet, sondern auch ein stark verändertes Niederschagsregime.
Dies hat Auswirkungen auf die verschiedenen eng abgegrenzten Vegetationszonen und damit auf die gesamte Biodiversität. Das hier auf relativ kleinem Raum zu findende besondere und einzigartige Artenspektrum an Tieren und Pflanzen reagiert dabei besonders empfindlich.
Zudem werden durch das Abschmelzen der Permafrostbereiche und die damit verbundenen geomorphologischen Prozesse und durch die Veränderungen im Wasserhaushalt die Naturgefahren erheblich zunehmen, was ebenfalls noch nicht überschaubare Auswirkungen auf Mensch und Natur haben wird.

Block II: Streifzüge durch die Bayrische Geschichte
Dozent: Martin Schneider
09.05/16.05/23.05

Gustav Ritter von Kahr und die "Ordnungszelle Bayern"

Die "Ordnungszelle Bayern" war ein politisches Konzept, dass nach dem Ersten Weltkrieg und der Münchener Räterepublik v.a. vom bayerischen Ministerpräsidenten und Generalstaatskommissar Gustav Ritter von Kahr (1862 – 1934) vertreten wurde. Sein Ziel war die von Bayern ausgehende Stabilisierung der Weimarer Republik. Die Veranstaltung widmet sich der Rolle von Kahrs in der Nachkriegszeit, skizziert das Konzept der "Ordnungszelle" bis zu seinem Scheitern 1923 und fragt nach den Folgen für die deutsche Geschichte.

München und die Frühgeschichte des Nationalsozialismus

München war unmittelbar vor und nach dem Ersten Weltkrieg Wohnort Adolf Hitlers. Hier stieß er zur Deutschen Arbeiterpartei (DAP), aus der 1920 die NSDAP hervorging. Der Hitler-Ludendorff-Putsch vom 8./9. November 1923 richtete sich gegen die neue demokratische Ordnung der Weimarer Republik und wurde vor der Feldherrnhalle gewaltsam beendet. Der Vortrag untersucht die Entstehung der NSDAP in München im zeithistorischen Kontext. Ebenso stellt er die Frage, wodurch Hitlers Aufstieg während der 1920er Jahre gefördert wurde.

Bayern und die Frühgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Bayern stand nach dem zweiten Weltkrieg vor großen Herausforderungen durch die Besatzung, den Wiederaufbau, die Flüchtlingssituation und die Demokratisierung. Auf Herrenchiemsee tagte vom 10. – 23.08.1948 der Verfassungskonvent, der die Basis für das spätere Grundgesetz der Bundesrepublik schuf. Die Veranstaltung skizziert die Situation Bayerns unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und fragt nach der Rolle, die Bayern bei der Gründung und in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland zukam.





 6 Abende, 04.04.2019 - 23.05.2019
Donnerstag, 19:30 - 21:00 Uhr
19:30 - 21:00 Uhr
6 Termin(e)
Martin Schneider M.A.
Beate Rutkowski
R20010
vhs Stollstraße, Stollstraße 1, 83022 Rosenheim, Raum: 23, 2. OG
Kurspreis:
60,00
(gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis:
78,00
(gültig von 8 bis 13 Teilnehmenden)
Belegung: