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Studium Generale 35 Trimester: Geschichte, Mode, Architektur, Naturwissenschaften

Mit dem “Studium Generale” bietet Ihnen Ihre Volkshochschule einen allgemein bildenden Lehrgang, der grundlegende Informationen aus den wichtigsten Wissensgebieten aus Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften präsentiert. Ziel ist es, ein profundes Allgemeinwissen zu vermitteln und den persönlichen Bildungsprozess anzuregen und zu vertiefen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ein Neueinstieg in das Studium Generale ist zum Trimesterbeginn möglich.
Beachten Sie bitte: Durch Krankheit des Dozenten o.ä. können sich in der Themenauswahl oder der Reihenfolge der Termine auch während des Trimesters kurzfristig Änderungen ergeben! Eine ausführliche Kursbeschreibung finden Sie im Internet unter www.vhs-rosenheim.de.
ggf. wird aufgrund der gestezlichen Regelungen die Veranstaltung online gestellt und zu Ihnen nach Hause übertragen.


Block I: Dog en Vogue – von der Mode zum Hund in der Mode
Dozentin: Dr. Karin Dohrmann

21.1/28.01/04.02.21

  • Die Mode – Spiegel der Kultur- und Sozialgeschichte Europas – Bekleidung ist nicht nur ein Stück Stoff, das warm hält, vor der Sonne schützt oder Wasser fernhält – Kleidung hat Signalwirkung! Sie vermittelt den Stand und den Reichtum des Trägers, verbindet ihn mit seiner jeweiligen ethnischen Gruppe, gibt Statements über individuelle, politische oder moralische Haltungen. Besonders seit dem 20. Jahrhundert wird die Mode von Frauen auch für ihre Befreiungskämpfe aus dem angestammten Rollenbild genutzt – seien es die sowjetischen Avantgardistinnen der frühen Zwanziger, die französischen Existentialistinnen der Vierziger oder die Petticoats der Fünfziger. Heute bestimmen Influenzerinnen über das „in“ oder „out“ sein in der Gesellschaft mittels ihrer Modebotschaften!

  • Vom Hund in der Mode zum Modehund: Der Der Hund war schon immer Statussymbol. Demonstrierte in der Vergangenheit die große mächtige Dogge die Potenz und Kampfskraft des Mannes, so verkörperte der kleine Schoßhund die Treue und Anhänglichkeit der Frau. Seit der Renaissance begleiten verschiedene Hundetypen auf repräsentativen Bilder den Bekleidungstil der Zeit und sind somit ebenso dem Wandel der Mode unterworfen. Aus dem Bildern heutiger Modezeitschriften ist der Hund garnicht mehr wegzudenken und dokumentiert damit auch seinen Status als Modeassecoire. Den meisten ist nicht bewusst, wie die Bilder der Mode auch die Entwicklung von Modehunde beeinflussen!

  • Der Hund in der Kunst: Als Motiv ist der Hund so alt wie die Kunst – als erster vierbeiniger Begleiter und bester Freund des Menschen erscheint er auch in der Bildern der Jahrtausende. Er ist des Malers liebstes Motiv! Kein Tier wurde so früh abgebildet wie der Hund. Schon die frühen Höhlenbilder zeigen Jäger mit Jagdhunden, Hirten mit Hütehunden. Auch die antiken Hochkulturen stellten Vierbeiner dar, von den Ägyptern, über den Griechen und Römern. Mehr als jedes andere Tier übernimmt der Hund nach wie vor Funktionen, welche die Aktivitäten und Bedürfnisse der Menschen, mit denen er zusammenlebt, am getreuesten widerspiegeln. Auf alten Gemälden befindet er sich oft in Nebenschauplätzen und eröffnet einen zweiten Erzählstrang in der Bildgeschichte. Selbst auf den größten Meisterwerken der modernen Kunst sind häufig Hunde zu finden, die an der Bedeutung der dargestellten menschlichen Szene einen wesentlichen Anteil zu haben scheinen. Sie wurden als Symbole beigestellt (Treue, Trauer), waren Avatare der gesellschaftlichen Zustände (Mops und Streuner), bis hin zu geschätzten Individuen, die die gleiche Sorgfalt wie ein menschliches Porträt erhielten. Nach diesem Vortrag werden sie mit ganz anderen Augen durch die Museen gehen!

Block II: Die Kaiserin Elisabeth und ihre Zeit
Dozentin: Gabriele Färber

11.02/ 25.02./ 04.03
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  • Von der bayerischen Prinzessin zur Kaiserin von Österreich
    1838 – 1860
    Von der Prinzessin zur Kaiserin – eine Rolle, auf die die 16jährige Elisabeth nicht vorbereitet war. Mutter Ludovika, die Schwester König Ludwig I. hatte unter ihrem Stand geheiratet, womit sich die Rolle am bayerischen Königshof auf Familienfeiern  beschränkte und  Elisabeth und ihre Geschwister ohne gesellschaftliche Zwänge aufwuchsen. Zudem war Herzog Max ein Mann des Volkes, ein Schwerenöter, der gerne feierte und musizierte und zu diesen Anlässen auch mal seine Kinder mit ins Wirtshaus nahm. 
    Zwei Welten prallen aufeinander, als das junge Mädel mit kaum 16 Jahren in den erzkonservativen Wiener Hof hinein heiratet. Auf der einen Seite ein junger Kaiser mit Anfang 20, auf der anderen Seite ihre resolute Schwiegermutter, die ihrem Sohn politisch zur Seite steht, mit Argusaugen jeden Schritt beobachtet und jeden Fauxpas registriert und tadelt.
    Dieser Vortrag bildet den Einstieg, um Elisabeth kennenzulernen, ihr Verhalten zu verstehen und manches auf ihrem Lebensweg in einem anderen Licht erscheinen zu lassen.

  • Kaiserin Elisabeth - Loyalität, Emanzipation und politischen Visionen1861 – 1880
    Die ersten von Krankheit und Selbstzweifeln geprägten Ehejahre gehören der Vergangenheit an. Mittlerweile hat Elisabeth sich zu einer selbstbewussten Frau entwickelt. Sie ist dreifache Mutter und erwartet 1868 ihr letztes Kind, Tochter Valerie .
    Politisch sind die Zeiten seit der Heirat unruhig. Nun kommt der Krieg mit Preußen hinzu, große Verluste an der Front, der Unmut der Bevölkerung und   Ungarns Forderung nach immer neuen Zugeständnissen. Durch Elisabeths Intervention wird schließlich eine Einigung erzielt und Franz Joseph zum ungarischen König ernannt. Danach verbietet er sich ein für allemal jede Einmischung seiner Frau in politische Angelegenheiten. Ein Wunsch mit weitreichenden Folgen. Sisi macht fortan wie wir heute sagen würden: „Ihr eigenes Ding.“
    Dieser Vortrag zeigt eine Kaiserin, die im Bestreben nach Eigenständigkeit ihre eigenen Ideale verfolgt und damit bald an Grenzen stößt.

  • Die ewige Suche nach dem Glück
    1881 – 1898
    Der Kaiser noch immer voller Liebe für seine Frau hat in ihr längst keine verlässliche Partnerin mehr an seiner Seite. Sie umgeht offizielle Termine und Verpflichtungen und stößt Gastgeber durch ihr Verhalten vor den Kopf. Die Sympathie im Volk hat durch ihre hohe Anspruchshaltung gelitten. Die Menschen sind bitterarm, aber Elisabeth gibt das Geld mit vollen Händen aus. Sie hält sich oft im Ausland auf, kauft ein Palais in Griechenland, verlangt immer wieder Umbauten in den Schlössern und nimmt keinerlei Anteil an der innerpolitischen Lage.
    Sie flüchtet sich in Spiritismus, was sich verstärkt, als Thronfolger Rudolf sich mit seiner Geliebten das Leben nimmt.
    Dieser Vortrag gewährt einen tiefen Einblick in die Zerrissenheit der Kaiserin, ihre Angst vor Alter und Sichtum, aber auch in Momente der Harmonie im engsten Kreis, wie sie Tochter Valerie in ihrem Tagebuch beschreibt.


Block III: Baukunst - ein Blick auf die Vielfältigkeit architektonischer Aufgaben
Dozentin: Ute Gladigau

11.03/18.03/25.03.21

  • Die Villa - Ausdruck einer Lebenshaltung
    Die Villa der abendländischen Architekturgeschichte, hat ihren Ursprung in der römischen Antike. Mit der Rückbesinnung auf die Antike, erlebte der Villenbau in der Renaissance eine neue Beleibtheit und erreichte mit den Architekturen Andrea Palladios seine höchste Blüte. Seine Villenbauten prägten den herrschaftlichen Landhausstil des 15. und 16. Jahrhunderts. In Anlehnung an römische und italienische Vorbilder entstanden im 19. Jahrhundert in allen modernen Großstädten und deren Umgebung Villen im klassizistischen Stil. Bis heute bleibt der Traum vom Leben auf dem Land eine Begleiterscheinung des urbanen Lebens.

  • Passagen - ein Bautyp des 19. Jahrhunderts
    Die Idee, überdachte Ladenstraßen zu schaffen, gab es schon in der Antike, aber erst das 19. Jahrhundert hat diesen Bautyp zur vollen Entfaltung gebracht. Das erste Bauwerk, das den Namen Passage verdiente, stand in Paris, im Palais Royal. Mal trifft man auf spektakuläre Metall- und Gusseisenkonstruktionen, oder auf Säulengänge, die in einem Rundbau mit Glaskuppeldach zusammenführen. Unter Bezeichnungen wie Arcade, Corridor, Gallerie tragen sie auch heute noch zu einem mondänen stilvollen Ambiente der europäischen Innenstädte bei.

  • Europäische Kaffeehäuser - Tradition und Geschichte
    Das Wiener Kaffeehaus ist ein gewichtiger Teil der Wiener Tradition und gehört seit 2011 sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Die Kaffeehäuser waren seit dem 17. Jahrhundert Zentrum des intellektuellen, künstlerischen und politischen Lebens. Sie boten eine einzigartige Melange aus Adligen und Großbürgern, aus Künstlern und Studenten und einfachen Leuten, hier traf sich alle Welt. Manche der alten Cafés haben sich bis heute gehalten, und hier gilt der Architektur und dem Ambiente genauso viel Aufmerksamkeit, wie den ausgeschenkten Getränken.


Block IV: Naturwissenschaft des 19. Jahrhundert
Dozent: Martin Schneider

15.4./ 22.04. 2021

  • Eine Weltreise mit Folgen - Charles Darwins Reise mit der Beagle
  • Theologische Kritik an Darsins Evolutionstheorie



 3 Vormittage, 25.03.2021 - 22.04.2021
Donnerstag, 09:30 - 11:00 Uhr
09:30 - 11:00 Uhr
3 Termin(e)
Gabriele Färber
Ute Harriet Gladigau
Martin Schneider M.A.
Dr. Karin Dohrmann
W20000
vhs Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Kurspreis:
30,00
(gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis:
42,00
(gültig von 8 bis 13 Teilnehmenden)

Belegung: 
 (Plätze frei)

Weitere Veranstaltungen von Ute Harriet Gladigau

Do 10.06.21
19:30 – 21:00 Uhr
Rosenheim

Weitere Veranstaltungen von Martin Schneider M.A.

Mi 10.03.21
19:30 – 20:30 Uhr
Internet
Do 15.04.21
09:30 – 11:00 Uhr
Rosenheim
Mi 28.04.21
19:30 – 21:00 Uhr

Weitere Veranstaltungen von Dr. Karin Dohrmann

Do 17.06.21
19:30 – 21:00 Uhr
Rosenheim