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Studium Generale - Night: Von der Gleichheit zur Hierarchie Online Seminar

Das  Studium Generale - seit 10 Jahren ein signifikanter Bestandteil des kulturgesellschaftlichen Diskurses der VHS Rosenheim - bringt nun auch am Abend als „Studium Generale – Night!“ Informationen aus allen Wissensgebieten auf den Punkt. Lassen Sie sich inspirieren:  unterhaltsam und abwechslungsreich erleben Sie die unterschiedlichsten Themen der Geistes -  und Kulturwissenschaften, wandeln auf Pfaden großer Denker, Dichter und Komponisten und entdecken kunsthistorische, naturwissenschaftliche und philosophische Wissensgebiete.

Ein Neueinstieg in das Studium Generale - Night! ist zum Trimesterbeginn möglich.
Beachten Sie bitte: Durch Krankheit des Dozenten o.ä. können sich in der Themenauswahl oder der Reihenfolge der Termine auch während des Trimesters kurzfristig Änderungen ergeben! Eine ausführliche Kursbeschreibung finden Sie im Internet unter www.vhs-rosenheim.de.


Von der Gleichheit zur Hierarchie
Referentin: Dr. Karin Dohrmann

4.03./ 11.03./18.03.2021

  • Frauen in der Antike
In der Wissenschaft wurde meist vermittelt, dass mit der Seßhaftwerdung des Menschen, die Männer die Macht an sich nahmen und Frauen in der Hierarchie der Gesellschaften als minderwertig betrachtet wurden. Häufig wurde durch männliche Historiker die eigene hierarchische Kultur über die Funde und Textquellen gestülpt. Heute müssen viele dieser Vorstellungen revidiert werden. Männliche Kriegerbestattungen stellen sich als Frauenbestattungen heraus, die den Kampf Seite an Seite bei den Kelten belegt. Die „Notregierungszeiten“ von Pharaoninnen werden neu bewertet und auch die sozialen Strukturen alter Kulturen mit anderen Augen betrachtet.

  • Künstlerinnen und Dichterinnen
Vom geschäftigen Kunstbetrieb lange nicht beachtet, drängen Künstlerinnen im frühen 20. Jahrhundert nach vorn. Wollen nicht nur „Muse“ sein, als dilettierende, nicht ernstzunehmende Hobbymalerinnen gelten. Sie machen Kunst, sie organisieren sich, veranstalten eigene Ausstellungen.
Künstlerinnen und Schriftsellerinnen fielen Jahrhunderte aus den Werken und Kunst und Literatur heraus Und das, obwohl Frauen an allen wichtigen künstlerischen Strömungen der Zeit beteiligt waren, schon im Mittelalter wurden Dichterinnen geschätzt, seit der Renaissance sind Frauen aus der Kunstszene nicht wegzudenken.
Erst seit hundert Jahren dürfen Frauen an den europäischen Kunstakademien studieren. Käthe Kollwitz war die erste Frau, die an der Preußischen Akademie der Künste aufgenommen wurde. In Wien durften sich Frauen ab 1920 in der Kunstakademie einschreiben. Der österreichische Philosoph Otto Weininger polemisierte bereits 1903 vehement gegen jede Anerkennung der Frauen. Er bezweifelte in seinem Werk „Geschlecht und Charakter“ gar, dass Frauen überhaupt eine Seele hätten.
Die Unterstellung eines fehlenden Kunst-Genies der Frau war so lange wirkmächtig, solange sich die Frauen aufgrund der ihnen zugeschriebenen Rolle selbst davon beeindrucken ließen. Aus diesem Schatten herauszutreten und selbstbewusst aufzutreten, war ein geradezu heroischer Akt: der Aufbruch von Frauen in der Kunst im frühen 20. Jahrhundert, aber auch die Wiederentdeckung der Künstlerinnen und Schriftstellerinnen der vergangenen Epochen.

  • Entdeckerinnen und Forscherinnen
Seit die Menschen begannen, die uns umgebende Welt zu erforschen, gab es auch weibliche Wissenschaftlerinnen. Diese haben wichtige Beiträge zur Forschung geleistet und die Gesellschaft intensiv mitgeprägt. Die oft scharfen Restriktionen ihrer Zeit, eine Leugnung ihrer Tätigkeiten, Diffamierung ihrer Person oder die nachträgliche Zuschreibung ihrer Forschungsergebnisse an männliche Zeitgenossen verhinderten jedoch meist den Aufstieg von Frauen in den Wissensolymp. Ihre Spuren wurden nicht selten so sehr verwischt, dass außer einer Anekdote nichts von ihnen erhalten blieb. Doch was machte es den Frauen so schwer und warum kennen wir bis heute so wenige von ihnen?
Auf Entdeckungen und Abenteuer waren lange Zeit eher eine Männerdomäne. Obwohl es ein paar weibliche Vorreiter gab, die mit Konventionen brachen und auf eigene Faust loszogen – beispielsweise Marianne North, die die Ehe als „fürchterliches Experiment“ bezeichnete, dass Frauen zu Dienstmädchen macht –, wurde es Frauen oft verwehrt, die Welt selbst zu erkunden. Dennoch reisten immer mehr starke, mutige Frauen um die Welt, verkleideten sich manchmal als Männer und setzten ihre Reisen und ihre Arbeit oftmals noch dann fort, wenn die Männer, mit denen sie unterwegs waren, krank wurden und starben. Ihre Reisebeschreibungen wurde lange Zeit nicht beachtet, aber erhalten heute eine neue Bewertung!






 3 Abende, 04.03.2021 - 18.03.2021
Donnerstag, wöchentlich, 19:30 - 21:00 Uhr
19:30 - 21:00 Uhr
3 Termin(e)
Dr. Karin Dohrmann
W20001D
ZOOM, Internet15 - Kulturraum,
Kurspreis:
27,00
(gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis:
39,00
(gültig von 8 bis 13 Teilnehmenden)

Belegung: 
 (Plätze frei)

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