Studium Generale - 33. Trimester

Mit dem “Studium Generale” bietet Ihnen Ihre Volkshochschule einen allgemein bildenden Lehrgang, der grundlegende Informationen aus den wichtigsten Wissensgebieten aus Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften präsentiert. Ziel ist es, ein profundes Allgemeinwissen zu vermitteln und den persönlichen Bildungsprozess anzuregen und zu vertiefen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Ein Neueinstieg in das Studium Generale ist zum Trimesterbeginn möglich.
Beachten Sie bitte: Durch Krankheit des Dozenten o.ä. können sich in der Themenauswahl oder der Reihenfolge der Termine auch während des Trimesters kurzfristig Änderungen ergeben! Eine ausführliche Kursbeschreibung finden Sie im Internet unter www.vhs-rosenheim.de.

Block I:  Barock und Rokoko
Dozent: Stefan Schmitt
30.4. / 7.5. / 14.5. 2020

Die Kunst der Neuzeit zwischen dem Beginn des Barocks und dem Ende des Rokokos ist reich und vielfältig. Im Bereich der weltlichen Repräsentation zielt sie auf Monumentalität und Verherrlichung des absolutistischen Fürstentums. Nicht minder monumental werden nach dem Vorbild der römischen Architektur im Zeitalter der Gegenreformation gewaltige Kirchen und Klöster errichtet, die vom Triumph der Kirche und der himmlischen Glorie künden. Die Gattungen der Künste verschmelzen zum barocken Gesamtkunstwerk und große Meister schaffen in der barocken Bildsprache und Bildrhetorik dramatische und dynamische Kunstwerke, deren Virtuosität schon die Zeitgenossen staunen ließ. In den calvinistischen Niederlanden entfaltet sich der bürgerliche Realismus des „Goldenen Zeitalters“. Im Frankreich des „Sonnenkönigs“ erfuhren die Künste einen gewaltigen Aufschwung (Versailles) und auch im süddeutschen und österreichischen Raum entstehen zahlreiche Schlösser und Klöster. Mit dem französischen Rokoko verbreitet sich zunehmend auch der Geist der Aufklärung in Europa. Parallel entsteht eine bürgerliche Kunst mit neuen Themen und im Pariser Salon entwickelt sich einhergehend mit der modernen Ästhetik die moderne Kunstkritik. Die Vorträge werden anhand exemplarischer Hauptwerke die vielfältigen Entwicklungslinien dieser Kunstepoche vorstellen.

  • Barock: Zentrale Aspekte der barocken Kunst 1 (1590 – 1640) Eine widersprüchliche und komplexe kunsthistorische Epoche voller Umbrüche / Begriff „Barock“ / Kunst im Dienst der Gegenreformation / Entstehung des Frühbarocks in Rom / Rubens (Flandern): Gegenreformatorische Bildrhetorik und Humanismus / Deckenmalerei / Bernini und die neue Plastik / Prinzipien der barocken Bildsprache.
  • Barock: Zentrale Aspekte der barocken Kunst 2 (1640 – 1715) Das barocke Gesamtkunstwerk / barocker Illusionismus / Holland und Fachmalerei im „Gouden Eeuw“ / Klassizismus und Akademie im 17. Jahrhundert.
  • Rokoko: Raffinement und Ästhetik im „Zeitalter des Lichts“ (1715 – 1770) Eine komplexe Epoche (Aufklärung, verfeinerte Lebensweise, Salonkultur, Rokoko–Begriff, Ornament und Dekorationsstil) / Theorie: Wandel zur Moderne (Sensualismus, Moderne Ästhetik, Kunstkritik , ästhetische Urteilsfähigkeit, Pariser Salon, Convenance, neue und bürgerliche Themen, Schönheit – Typus – Ideal, Raffinement und Pastell) / Französisches Rokoko (Architektur und Dekorationsstil, französische Malerei) / Anmerkungen zum Rokoko im Deutschen Reich.

Block II: Medizingeschichte
Dozent: Schneider Martin
28.5. / 18.6. 2020

Block III: Wiener Klassik
Dozentin: Daniele Groth
25.06. / 02.07./ 09.07. 2020
  • Das Zeitalter, das sich an den Barock anschließt, ist die Klassik und insbesondere im deutsch-österreichischen Raum die Wiener Klassik. Ihre drei großen Vertreter sind Haydn, Mozart und Beethoven. Graf Waldstein fasste sie wunderbar in einem einzigen Satz zusammen, als er Beethoven nach Wien einlud: "Durch ununterbrochenen Fleiß erhalten Sie: Mozarts Geist aus Haydns Händen." An drei Tagen besprechen wir die Charakteristika dieser wichtigen und bis heute populärsten Epoche der Musikgeschichte anhand ihrer Repräsentanten und machen einen Ausflug in sämtliche Gattungen der Wiener Klassik mit zahlreichen Musikbeispielen.
Block IV: Chiemseemaler
Dozent: Frau Marlies Lämmle
16.07. 2020
  • Im 19. Jahrhundert entwickelte sich eine neue Richtung des Malens in ganz Europa. Man suchte die Einsamkeit und Abgeschiedenheit für neue Motive. So entwickelten  sich am Chiemsee  verschiedene Malergruppen, die die Schönheit der Landschaft und das bescheidene Leben der Fischer darstellten. Die Gruppen hießen: die Welle; die Frauenwörther und Bären und Löwen. Viele berühmte Maler wie Haushofer, Rubens, Raupp, Wopfner, Köckert, Hiasl-Maier-Erding, Putz, Zumbusch, Slevogt , etwas weiter entfernt Exter und Riemerschmid bauten hier ihre schönen Anwesen. Es war ein heiteres, ungezwungenes Leben, was auch auf den Bildern so wiedergegeben wurde. Von ihren Künstlerfesten und ihrem Leben möchte ich in meinem Vortrag erzählen.



 9 Vormittage, 30.04.2020 - 16.07.2020
Donnerstag, 09:30 - 11:00 Uhr
09:30 - 11:00 Uhr
9 Termin(e)
Daniela Groth
Dr. Stefan Schmitt
Martin Schneider M.A.
Marlies Lämmle
U20000
vhs Hans-Schuster-Haus, Innsbrucker Straße 3, 83022 Rosenheim, Raum: Saal 1, 1. OG
Kurspreis:
90,00
(gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis:
117,00
(gültig von 12 bis 13 Teilnehmenden)

Weitere Veranstaltungen von Dr. Stefan Schmitt