Studium Generale - Night - 1. Trimester

Block I: Streifzüge durch die bayrische Geschichte
Referent: Martin Schneider

20.09./27.09./04.10.2018

Bayerische Geschichte im 19. Jahrhundert
Unter Napoleon wurde Kurfürst Maximilian 1806 König von Bayern. Neben den Großmächten Preußen und Österreich wuchs es unter den deutschen Ländern schnell zum bedeutendsten Mittelstaat heran. Diese Position beruhte nicht nur auf einer geschickten außenpolitischen Diplomatie, sondern auch auf einer effektiven Innenpolitik. Der Vortrag zeigt die wichtigsten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Otto I. – Griechenlands bayerischer König
Am Ende des griechischen Freiheitskampfes gegen die osmanische Herrschaft stimmte 1832 die in Nauplia ansässige Nationalversammlung für Otto, den zweiten Sohn des bayerischen Königs Ludwigs I., als zukünftigem König. Schon sein Vater hatte den griechischen Kampf ideell und materiell unterstützt. Der Vortrag geht der Frage nach, wie ein Wittelsbacher überhaupt auf den griechischen Thron gelangen konnte und welche Maßnahmen er ergriff, Verfassung und Verwaltung des Landes aufzubauen. Doch ihm erwuchsen auch Schwierigkeiten, die sich schon bald in Opposition gegen seine Herrschaft, Aufständen und Militärrevolten entluden.

Kurt Eisner und der Freistaat Bayern
Der bis heute umstrittene Sozialdemokrat Kurt Eisner (1867 – 1919, USPD) führte 1918 die Novemberrevolution in Bayern an. Zu ihren Folgen gehören der Sturz der Wittelsbacher-Dynastie und die Ausrufung des Freistaates Bayern. Eisner wurde vom Münchener Arbeiter- und Soldatenrat am 8. November 1918 zum ersten bayerischen Ministerpräsidenten ernannt. Der Vortrag skizziert seine politische Biographie und zeigt, welche politischen Maßnahmen Eisners Regierung im Kontext des verlorenen Ersten Weltkrieges sowie der Novemberrevolution ergriff. Welche Ursachen und Folgen hatten seine Ermordung am 21. Februar 1919?


Block II:  China gestern und heute: Wissenswertes zum Verständnis der Gegenwart
Referentin: Sybille Wobser- Zheng

08.11/15.11./22.11.2018
China ist weltpolitisch und wirtschaftlich ein unübersehbarer Machtfaktor geworden,
den manche mit Unbehagen betrachten. In dieser Vortragsreihe erhalten Sie Hintergrundwissen aus den Bereichen Philosophie, Kultur und Geschichte, um die gegenwärtige Haltung in der chinesischen Politik besser einordnen zu können.

Das neue China auf alten Säulen
Trotz aller Modernisierungen seit Mao Zedongs Tod ist die VR China in einigen Dingen seiner alten Kultur treu geblieben. Dazu gehört der konfuzianische Einfluss, der weiterhin besteht, als auch bestimmte politische Strukturen und Ansichten. Auch Sprache und Schrift sind als zusammenhaltendes Band des vielfältigen chinesischen Kultrraumes nicht zu unterschätzen.

China und Bayern
Die Kontakte Bayerns mit dem Reich der Mitte reichen zurück bis ins 15. Jahrhundert.
Bayerische Jesuiten berieten chinesische Kaiser, bayerische Herzöge erwiesen sich als
weltoffene Kenner chinesischer Kunst. Und auch in modernen Zeiten waren es die Bayern,
die frühzeitig zugriffen und die enormen Handelsmöglichkeiten mit China erkannten.

China: Der Wasserfürst hat die Macht
Folgt man der chinesischen Geschichte bezüglich des Umgangs mit Wasser, erfährt man viel über die traditionelle Geisteshaltung in der Politik. „Wasserfürst“ zu sein war und ist notwendig für das Überleben, nicht nur als Lebensgrundlage, sondern auch innen- und außenpolitisch - und besonders in Zeiten des Klimawandels.



 
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Martin Schneider M.A.
Sybille Wobser-Zheng
P20010
Kurspreis:
60,00
(gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis:
78,00
(gültig von 8 bis 13 Teilnehmenden)