Studium Generale - Night - 2. Trimester

Block I: Künstliche Intelligenz
Referent: Dr. Christoph Rohde

17.01./24.01.2019
Industrie 4.0. und künstliche Intelligenz – ein Überblick über smarte Vernetzung und
das Internet der Dinge

Rasenmäher mähen von allein den Rasen, Kühlschränke bestellen ihre Fehlbestände autonom, Roboter operieren und pflegen Menschen, Autos fahren uns selbständig zum gewünschten Ziel -  lernende IT-Systeme durchdringen unseren Alltag. Sind sie wirklich intelligent oder nur das Produkt ihrer Programmierer? Wo sind die Möglichkeiten und Gefahren auch angreifbarer IT-Systeme? Zu dem Thema werden bekannte und radikale Hypothesen vorgestellt.

Künstliche Intelligenz – das Ende der Freiheit?
Die allumfassende Digitalisierung des Alltags begegnet uns mittlerweile bei jeder S-Bahn-Fahrt, wenn der Blick in das Smartphone die face-to-face-Kommunikation beinahe vollständig ersetzt. Vernetzte Systeme planen für uns, machen das Leben bequem und befreien uns aus vielen Unwägbarkeiten des Lebens. Ist das aber ein wünschenswertes Szenario und eine positive Utopie? Oder ist das Leben des Ungewissen nicht eigentlich der Kern des selbstbestimmten und freien Lebens? Unter Rückgriff auf klassische und postmoderne Quellen wird das Verhältnis von humanistischer Freiheit und technologischem Determinismus lokalisiert.


Block II: Kunst und Philosophie
Referent: Dr. Stefan Schmidt

31.01./07.02.2019
Triumphe der Täuschung – Illusionismus in der europäischen Kunst
Schon aus der Antike ist überliefert, dass manche Künstler wie Zeuxis so kunstvoll malten, dass die Menschen dachten, dass es keine Bilder wären, sondern die Wirklichkeit. Seit der Neuzeit haben berühmte Künstler gezeigt, dass sie dies auch konnten und so entstanden unglaublich „echte“ Bilder. Sie sind die Triumphe der naturalistischen Malerei, denn das menschliche Auge wird so getäuscht, dass es glaubt Natur zu sehen, wo Kunst ist. Diese Virtuosen malten in Renaissance und Barock sogar Architektur und Himmel an die Decken, die täuschend echt aussahen. Und in diese Scheinwirklichkeit malten sie auch noch Menschen, die so aussehen, als würden sie fliegen, oder einfach nur in Nischen stehen und auf die Betrachter herunterschauen. Bis heute zeigen Künstler immer wieder, was mit den Mitteln ihrer Kunst möglich ist. Der Vortrag stellt die Geschichte und grandiose Hauptwerke der illusionistischen Malerei vor und erörtert die kunsttheoretischen Aspekte dieses zentralen und faszinierenden Kapitels der Kunstgeschichte.

Intoleranz der Intoleranz? Zur Philosophie der Toleranz
„Toleranz“ ist definiert als Handlungsregel für das gelten lassen von Überzeugungen anderer. Dieses Verhalten bezieht sich auf religiöse, ethisch-soziale, politische und wissenschaftlich-philosophische Überzeugungen und ihre Normen und Wertesysteme sowie auf die entsprechenden Handlungen. Die Toleranz gilt seit der Aufklärung des späten 18. Jahrhunderts als eine der großen Errungenschaften der modernen westlichen Zivilisation. Doch sie wird auch bedroht von Wertesystemen, welche Toleranz mit „Relativismus“ und Entwertung überlieferter Normen gleich setzen. So stellt sich heute so dringend wie lange nicht mehr die Frage, was Toleranz genau bedeutet, warum sie so wichtig ist und wie weit sie gehen darf. Droht gar ein Ende der Toleranz – müssen wir sie neu definieren? In dieser Veranstaltung wird die philosophiegeschichtliche Herkunft des Begriffes geklärt und das Spektrum der Problematik „Toleranz“ analysiert.



 4 Abende, 17.01.2019 - 07.02.2019
Donnerstag, wöchentlich, 19:30 - 21:00 Uhr
19:30 - 21:00 Uhr
4 Termin(e)
Dr. Christoph Rohde
Dr. Stefan Schmitt
Q20010
vhs Stollstraße, Stollstraße 1, 83022 Rosenheim, Raum: 23, 2. OG
Kurspreis:
40,00
(gültig ab 14 Teilnehmenden)
Kleingruppenpreis:
52,00
(gültig von 8 bis 13 Teilnehmenden)
Belegung: